Hintergrundwissen Akupunktur

Die Ursprünge

Akupunktur ist bereits seit über 2000 Jahren bekannt. Mithilfe feiner Nadeln, die gezielt in einzelne Punkte des Körpers gesetzt werden, werden Energieflüsse im Körper positiv beeinflusst.
Ursprünglich war Akupunktur verknüpft mit dem Glauben, dass Krankheit durch böse Dämonen entsteht oder durch Ahnen, die einem nicht zugetan sind.


In ihrem Ursprung ist diese Therapie dazu da, die Dämonen wieder auszutreiben.
Aus den ‚Dämonen‘ wurden im Laufe der Zeit Erkrankungen wie Wind oder Feuchtigkeit, Yin- oder Yang-Mangel, Hitze oder Kälte. Und an die Stelle der ursprünglich recht brachialen Nadeln aus Knochen oder Steinen traten feine Einmalnadeln aus medizinischem Stahl.


Wie Akupunktur wirkt

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird der Mensch als Ganzes betrachtet und entsprechend behandelt. Krankheiten sind in dieser Betrachtungsweise Ausdruck gestörter Lebensenergie (Qi). Ein bestehendes Ungleichgewicht der Qi-Anteile YIN und YANG im Körper führt zu Beschwerden und Erkrankungen. Ziel der Behandlung ist es daher, ein harmonisches Gleichgewicht wiederherzustellen, um die Lebensenergie wieder ungehindert fließen zu lassen.

Durch die Behandlung mittels Akupunktur sollen Selbstheilungskräfte des Körpers stimuliert werden; die Methode ist so betrachtet eine Reiztherapie.


Die einzelnen Nadeln werden gezielt an Punkten gesetzt, die auf Energiebahnen – den sogenannten Meridianen – liegen, die den ganzen Körper durchziehen; dabei ist jeder Akupunkturpunkt einem bestimmten Organ bzw. einer bestimmten Körperfunktion zugeordnet. Durch Einsatz der Nadeln kann blockierte Qi-Energie an den Akupunkturpunkten wieder ungehindert fließen.

Was während der Akupunktur im Körper passiert

a) Aus Sicht der TCM

Akupunktur regt körpereigene Regulationsmechanismen an und stimuliert Selbstheilungskräfte des Körpers. Während der Behandlung werden die hauchdünnen Nadeln gerade oder schräg gestochen, gedreht oder auf und ab bewegt. Jeder Nadelstich an einem Akupunkturpunkt führt dem Körper Energie zu oder ab. Von der Nadel geht eine Art Strömungsgefühl ab und breitet sich entlang der Meridiane aus.

Jeder der 14 Meridiane steht für ein Organsystem im Körper. Und da jeder der 361 klassischen Akupunkturpunkte einer Körperfunktion zuzuordnen ist, werden Organe und Nerven gezielt beeinflusst – so wird das harmonische Energiegleichgewicht im Körper wiederhergestellt. Die Lebensenergie Qi fließt wieder und aktiviert die Selbstheilungskräfte.


Rena Seemann, Inhaberin der Praxis Wandlungsphase, hat Traditionelle Chinesische Medizin in Hamburg gelernt und nimmt regelmässig an Fortbildungen der Universität von Chengdu, Volksrepublik China teil. Auch ihr Praktikum hat sie im Krankenhaus der Universitätsklinik von Chengdu absolviert.

b) Aus westlicher Sicht

Was genau dabei im Körper abläuft, ist wissenschaftlich noch nicht restlos geklärt. In den letzten Jahren konnte aber vieles dank moderner wissenschaftlicher Untersuchungsverfahren besser erklärt werden.
Viele der Akupunkturpunkte liegen an den Enden von Nervenbahnen. Oft liegen sie weit weg vom eigentlichen Beschwerdebereich. Der stimulierende Reiz der Nadeln sorgt im Gehirn für eine vermehrte Ausschüttung schmerzlindernder und stimmungsaufhellender Substanzen – sogenannte "Glückshormone". Dies sind zum Beispiel das Serotonin sowie körpereigene Morphine, beispielsweise Endorphin sowie Enkephaline. Mittlerweile konnte sogar ein regulierender Einfluss auf das Hormonsystem belegt werden.

Folgende Wirkungen werden im Zusammenhang mit Akupunktur festgestellt:

  • Schmerzlindernd
  • Muskeltonus regulierend
  • Immunmodulierend
  • Psycho-neuro-endokrine Wirkung
  • Abschwellend
  • Durchblutungsfördernd
  • Vegetativ regulierend
  • Psychisch ausgleichend

Über die Wirksamkeit

Heutzutage muss sich niemand mehr auf den reinen Glauben an die Wirkung alternativer Heilmethoden verlassen. Die Wirkung von Akupunktur wurde in zahlreichen internationalen Studien untersucht.

Und auch wenn die westliche Medizin die Wirkweise bislang nur teilweise versteht, gibt es mittlerweile viele Nachweise, dass das Nadeln bestimmter Akupunkturpunkte spezielle Wirkungen entfaltet, so zum Beispiel die Verminderung von Schmerzen, Linderung von Übelkeit oder Förderung der Wehentätigkeit. Auch dass Akupunktur bei chronischen Schmerzen – zum Beispiel bei Migräne oder Erkrankungen des Bewegungsapparates – wirksam ist, haben Studien belegt.

Häufig wurde ihr dabei eine größere Wirkung zugestanden als einer Routinebehandlung mit Medikamenten oder Krankengymnastik.

 

Mittlerweile sind auch positive Auswirkungen bei Erkrankungen wie Heuschnupfen, Menstruationsbeschwerden oder allergischem Asthma nachgewiesen. Auch wir setzen in unserer Heilpraktiker-Praxis in Hamburg besonders gerne Akupunktur bei Beschwerden wie chronischen Schmerzen oder Allergien ein.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Liste von rund 100 Erkrankungen veröffentlicht, die sich für eine Akupunkturbehandlung anbieten. Inzwischen sind auch einige Krankenkassen bereit, in bestimmten Fällen Kosten für die Behandlungen zu übernehmen.

Keine Angst vor Nebenwirkungen

Angst haben muss man vor einer Akupunkturbehandlung nicht – ernsthafte Nebenwirkungen sind dabei nicht zu erwarten. Gelegentlich kann es zu kurzfristigen Hautrötungen, einem Wärmegefühl oder Kribbeln kommen. Eher selten kommt es zu einem Bluterguss (‚blauer Fleck‘) an der Einstichstelle.


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